Technik

1307_Movedove_Studio_4MoveDove arbeiten auf inspirierende Weise mit den Möglichkeiten der heutigen analogen und digitalen Modulations- und Verstärkungstechnik. Dass die beiden dabei nicht ihre Sensibilität für den besonderen Konzertraum und ihre Botschaft verlieren, finden sie selbstverständlich. Mithilfe von Loop-Geräten (live eingespielten „Tonbandschleifen“), Echo-Effekten und den klanglichen Möglichkeiten des elektrischen Klaviers kreieren MoveDove eine passende Klangkulisse zu ihrer Art des Arrangierens und schaffen immer wieder die Brücke zwischen alten Melodien und einer modernen Klangästhetik.
Als Vorreiter in der Kombination von originalem Choralmaterial, das auch vokal präsentiert wird und sich mit zeitgemäßer Harmonik und Rhythmik verbindet, werden MoveDove oft bezeichnet. Sie sind auf alle Fälle aktuell eines der eigenständigsten jungen Crossover- Kirchenmusikprojekte.

Aufgrund der technischen Besonderheiten und der Notwendigkeit einer elektrischen Verstärkung übernehmen die beiden eine im Veranstaltungsbereich der Popularmusik übliche Maßnahme: den Stagerider. Auf dieser Übersicht ist alles verzeichnet, was die Musiker mitbringen und was vom Veranstalter gestellt werden muss, einschließlich eines Bühnenplans und die Verwendung der Stromquellen. Den Stagerider finden Sie unter „Medien“ oder auf Anfrage in ihrem E-Mail Postfach.

Musiker

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Luis Reichard (rechts im Bild), studiert Jazztrompete an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Andy Harderer und ist katholischer C-Kirchenmusiker. Er spielte, komponierte und arrangierte schon für zahlreiche Projekte unterschiedlichster Stilrichtungen und ist mehrfacher Preisträger bei „Jugend Musiziert“. Zuletzt komponierte er im Auftrag des Amts für Kirchenmusik Freiburg den offiziellen Mottosong zum Papstbesuch 2011 in Freiburg „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ und trat mit der Band „Saxobeat“ bei der großen Jugendvigil dort auf. Luis Reichard ist Stipendiat des Cusanuswerks (Bischöfliche Studienförderung) und engagiert sich als Musikleiter in der Begabtenförderung.

 – Trompete, Tasten, Gesang, Komposition

 

Lorenz Rosenthal (links im Bild) wählte zunächst das Cello zu seinem Instrument – mehrere Preise bei „Jugend Musiziert“ folgten. Bald nahm er auch Klavier und E-Bass – Unterricht und sammelte erste Banderfahrung. Heute studiert er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Jazz-Bass und wirkt bei vielversprechenden Bandprojekten mit (u.a. „Cinematic Experience“ – Conventojazzpreis 2009). MoveDove gibt Lorenz Rosenthal nun den Raum, mit seinem Bundlosen E-Bass als Begleiter und Solist mit ausdrucksstarkem Sound zu überzeugen – selten hört man eine Bassgitarre so einfühlsam und vielseitig klingen!

– Bassgitarre, Gesang

Name

Logo weiß_transparent1MoveDove setzt sich aus den englischen Wörtern „Move“ [mu:v] und „Dove“ [dav] zusammen und heißt übersetzt: „Beweg dich, Taube!“. Die Taube ist hierbei als ur-christliches Symbol gemeint, zum diesjährigen Programm passend aber natürlich auch als Friedenstaube zu verstehen und zeigt die klare christliche Prägung des Projekts. Das „Move“ hingegen ist Ausdruck der musikalisch neuen Wege, die das Projekt geht und der Entdeckung neuer Brücken zwischen Althergebrachtem und Neuentwickelten.

Idee

MoveDove ist ein genreübergreifendes kirchenmusikalisches Konzertprojekt mit ökumenischem Charakter.
Die beiden Musikstudenten Luis Reichard und Lorenz Rosenthal sind einer Generation entwachsen, die zunehmend versucht, musikalische und spirituelle Scheuklappen abzulegen, ohne sich den Traditionen zu verweigern. So verweben sie in kontemplativer Atmosphäre bekannte Choräle und Psalmodien mit Ihrer eigenen musikalischen Sprache, die sowohl von klassischer Kirchenmusik als auch von Popularmusik und Jazz geprägt ist.
Die beiden verstehen es, oft gehörten Melodien und Texten neues Leben einzuhauchen – sodass viele Zuhörer nicht selten staunen, wieviel Kraft, Vertrauen und Trost in den „alten“ Liedern steckt…

Geschichte

Das Konzertprojekt MoveDove hat seinen Ursprung in multi-instrumentalen Solokonzerten, die Luis Reichard in der St. Willehad-Kirche auf der Nordseeinsel Wangerooge gab. Inspiriert von der lebendigen ökumenischen Gemeinde, der Ästhetik des bekannten Pfarrers Kurt Weigel und nicht zuletzt der Weite des Meeres und dem Kommen und Gehen des Wassers entwickelte er eine eigene musikalisch-spirituelle Sprache: Die Geistlichen Improvisationskonzerte.

Unterstützt von Lorenz Rosenthal und dem Programm „Wer im Schutz des Höchsten wohnt“ (Psalm 91) konnte Luis Reichard im Jahr 2011 seine neue Form der Kirchenmusik einem breiteren Publikum zu Gehör bringen.

Im Jahr 2012 bewährte sich das Projekt mit dem Programm „Richte du unsere Füße auf den Weg des Friedens“ in über zwanzig Konzerten bundesweit (u.a. Jesuitenkirche Heidelberg, Barockkirche St. Peter, Basilika Ottobeuren). Außerdem ging mit dem MoveDove Quartet eine eher jazzfokussierte Formation an den Start, die auf dem Jahrestreffen des katholischen Hochschulpastoral in Bonn für Aufsehen sorgte.

Das aktuelle Programm der beiden Kirchenmusik-Pioniere heißt „Du verborgene Kraft“ – eine musikalische Annäherung an das Geheimnis des Glaubens. Gleichzeitig begann MoveDove mit der Arbeit an ihrem Debüt-Album, das seit 29.11.2013 unter dem Titel „MoveDove“ erhältlich ist. Das Album enthält die Zusammenfassung der MoveDove’schen Klangsprache, einer Mischung aus Choralbearbeitungen und Instrumentalstücken, die sich über gut 40 Minuten zu einem atmosphärischen Gesamtkunstwerk entfalten.

Mit der Produktion “Apokalypse Soon” erschloss sich MoveDove eine neue Dimension. Bei der Uraufführung am 03.11.2013 in Hinterzarten stand in großer Besetzung (Jazztrio, 4 Hörner, Orgel, Sprecher) eine Konzertstunde lang die Geheime Offenbarung des Johannes im Zentrum des Geschehens. Luis Reichards Kompositionen greifen dabei mit den eindrücklich gelesenen Textpassagen aus der Herderübersetzung und der synchronisierten Beleuchtung des Kirchenraums ineinander.

Ebenfalls 2013 führte MoveDove sein Adventsprogramm „Oh Jesu du mein…?“ auf, bei dem die beiden Musiker erneut nach dem eigenen Platz in der Heilsgeschichte der Bibel fragen.  Es werden Fragen und Gedanken zur eigenen Beziehung zur Weihnachtsgeschichte an das Publikum weitergegeben, beim Hören, beim Zu- Hören und beim Mitsingen.

Apokalypse Soon (seit 2013)

CHT_0044Mit der Produktion „Apokalypse Soon“ erschließt sich MoveDove eine neue Dimension. In großer Besetzung (Jazztrio, 4 Hörner, Orgel, Sprecher) steht eine Konzertstunde lang die Geheime Offenbarung des Johannes im Zentrum des Geschehens. Luis Reichards Kompositionen greifen dabei mit den eindrücklich gelesenen Textpassagen aus der Herderübersetzung und der synchronisierten Beleuchtung des Kirchenraums ineinander. „Der Charakter der Musik ist über weite Strecken ruhig und gleitend, die vorhandenen Disharmonien sind sparsam dosiert. Außerdem ist die Musik dem Text fast immer untergeordnet. Die Konzentration auf den Sprecher lässt die Musik manchmal zweitrangig erscheinen“, schreibt die Badische Zeitung zur Uraufführung am 03.11.2013.

Oh Jesu du mein…? (seit 2014)

CHT_MoveDove_ArtundAmen_klein_20Nach drei erfolgreichen Jahresprogrammen fragen die beiden Musiker nun mit ihrem neuen Adventsprogramm „OH JESU DU MEIN…?“ mit Hilfe von kreativen Choralbearbeitungen und Instrumentalstücken erneut nach dem eigenen Platz in der Heilsgeschichte der Bibel.

Auf was warte ich im Advent?

Was empfinde ich, wenn ich mit an der Krippe stehe?

Wer ist dieses „Christkind“?

Was hat die Weihnachtsgeschichte mit mir zu tun?

Das Nachdenken über diese Fragen gehört bei MoveDove nicht nur elementar zum künstlerischen Prozess, ein Konzertprogramm zu gestalten, sondern auch zum täglichen Streben nach Sinn im Leben und zur Auseinandersetzung mit der eigenen christlichen Kultur.

Wenn MoveDove mit seinem Adventsprogramm auftritt dann werden diese Fragen und Gedanken an das Publikum weitergegeben, beim Hören, beim Zu- Hören und beim Mitsingen.

 

Du verborgene Kraft (seit 2013)

CHT_MoveDove_ArtundAmen_klein_33Das gebetete „Geheimnis des Glaubens“ in der christlichen Liturgie, Mystik in der kontemplativen Selbsterfahrung des Buddhismus, Mikro- und Makrokosmos in der jüdischen Kabbala: Spiritualität und Religion haben etwas Geheimnisvolles.
Gott als Wesen entzieht sich schnell der menschlichen Vorstellung – zu unergründbar sind transzendente Eigenschaften wie Allmacht, Allgegenwärtigkeit, Ewigkeit, bedingungslose Güte. Für Christen kann nicht nur der ferne Gottesvater im Himmel, sondern eher auch der nahe, mensch gewordene Gottessohn unbegreiflich sein.
Choräle, Lieder, Psalmen und Gebete sind durchzogen von diesen Erfahrungen vom „Geheimnis des Glaubens“, denn welches Medium ist besser geeignet, sich dem Unfassbaren anzunähern, als Musik?

MoveDove vertont und verkleidet dieses musikalisch-geistliche Material in ihrem neuen Jahresprogramm „Du verborgene Kraft“ neu, stellt es einander gegenüber und entdeckt dessen Kraft auf bisher ungehörte Weise.

Wer bereit ist, sich auf neue musikalische Wege und alte kirchenmusikalische Formen einzulassen, wird sich mit Gewinn dem Geheimnis des Glaubens nähern können.

…auf dem Weg des Friedens (2012)

Mit dem Konzertprogramm „Richte du unsere Füße auf den Weg des Friedens“ (Lk 1,79) schafft es das Duo aufs Neue, eine Konzertstunde zu präsentieren, die bei Jung und Alt bleibenden Eindruck hinterlässt: Die Unterschiedlichkeit der Lebenswege und auch der „Weg des Friedens“ beschäftigt und betrifft alle Generationen und soll musikalisch und textlich durchdacht werden. Improvisation und Komposition fließen ineinander, wenn MoveDove den Kirchenraum mit Ihrer Musik füllen – subtil und doch mit einer starken Botschaft.

Wer im Schutz des Höchsten wohnt (2011)

Was hat ein Choral aus dem Gotteslob mit Jazz zu tun?
Wie kann man Psalmen neu interpretieren?
Wie setzt man heute Musik als Verkündigung um?
Was sucht ein junger Mensch im 21. Jahrhundert in der Kirche?
Die Antworten, die Luis Reichard (mittlerweile Student an der Hochschule für Musik und Tanz, Köln), ohne große Worte zu verlieren mit dem Projekt MoveDove auf diese Fragen gibt, sollen kein Paukenschlag sein. Sie sind vergleichbar mit den oft eher leisen Tönen, die er seiner Trompete entlockt und die im Kirchenraum und in den Zuhörern lange nachhallen.
In seinem diesjährigen Programm „Wer im Schutz des Höchsten wohnt“, werden wieder neue Interpretationen bekannter Melodien und Texte, atmosphärische Improvisationen, Raum-Experimente und live erstellte Loops zu einer neuen Art der „Kirchenmusik“ verschmelzen.
Unterstützt wird er in diesem Jahr von dem einfühlsamen Bassist und Studienfreund Lorenz Rosenthal.